Heaphy Trek

Die Straße von Westport nach Karamea ist eine ca. 100km lange Sackgasse. Das heißt, wer nach Karamea möchte, wo auch der ‘Heaphy Trek’ beginnt, muss es in Kauf nehmen, die Strecke zwei mal zu fahren. Karamea selbst ist ein kleiner Ort mit nicht mehr als 600 Einwohnern. Passiert man das Ortschild, wird man mit den Zeilen ‘Welcome to paradies’ begrüßt. Es hat den Ruf eine sehr alternativ angehauchte Ortschaft zu sein.

Ich jedenfalls hatte den Plan gefasst, eine Tageswanderung zur ‘Heaphy Hut’ zu machen und somit das erste Teilstück des 70 km langen ‘Heaphy Treks’, einem der 9 ‘Great Walks of New Zealand’. 20 km nördlich von Karamea am Ende einer ‘gravelroad’ ohne richtigen Asphalt, kommt man zum Startpunkt des Treks. Ich war gut vorbereitet, bepackt mit Zelt, Schlafsack, Kocher, Essen etc. Das Wetter war überraschenderweise freundlich, im Gegensatz zu den letzten Tagen. Man beginnt den Trek, indem man erstmal durch den Bush nahe der Küste, recht hügelig den ersten Strand ansteuert. Dies ist auch der anstrengendste Part der Wanderung. Danach geht es eher moderat entlang der Küste und abwechselnd durch den Bush. Die Landschaft war unglaublich. Der Ozean war wild und rauh und das mächtige Rauschen der Brandung war das vordergründige Geräusch, während ich lief. Ich war die 4 Stunden so gut wie allein. Am Anfang kamen mir noch 2 Leute entgegen, später niemand.

Es war ein besonderes Gefühl allein an so einem wilden Ort zu sein, links der Ozean und rechts erheben sich die bewaldeten Berge mit den einheimischen Bäumen und Palmen. Beides hatte seinen Reiz und die Abwechslung war gegeben, da wie oben erwähnt, immer ein Wechsel zwischen Wald und Strand war. Das Wetter blieb stabil und ich erreichte gegen 5 die Hütte und dort auch wieder weitere Menschen. 

Ich aß etwas und trank einen Tee und unterhielt mich mit den anderen Wanderern und dem Park Ranger. Er zeigte mir sein Fotoequipment und Bilder, die er gemacht hat. Recht teures Material kann ich nur sagen, aber auch der perfekte Job um permanent geile Bilder schießen zu können. Die Nacht war regnerisch, sowie der Morgen danach. Der Zeltabbau geschah mal wieder in Windeseile  und ich machte mich strammen Schrittes auf den Rückweg. Es regnete immer mal wieder und ich war recht durchnässt nach einer gewissen Zeit. Ich brauchte nur 3 1/2 Stunden für den Rückweg. Somit war ich mittags bereits fertig und fuhr ins Hostel in Karamea, wo ich alles trocknete und meine Kräfte auflud. Nach einem netten Abend mit einem Holländer und einem Schweitzer verbrachte ich eine ruhige Nacht und fuhr früh morgens los in Richtung ‘Abel Tasman Nationalpark’, wo ich von Mittwoch an meinen nächsten Trek starten werde.

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Ein Gedanke zu “Heaphy Trek

  1. Was für Fotos, wie im Film..gigantisch..
    Wow..was du da siehst und erlebst reicht für ein ganzes Leben..weiter sooo es gibt noch soviel zu entdecken und zu erleben. .
    Gute Nacht ..hier ist es 23 Uhr und morgen ist Gottesdienst.
    Drück und knutsch..

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