Tonga

28.10.16, 10:25 Uhr,  Ha’atafu Beach, Tonga
Wir befinden uns nun seit Montag im ‘freundlichen Königreich’ Tonga. Nachdem unser Flug von Auckland wegen ‘Computerproblemen‘ mit einer Verspätung von insgesamt 6 Stunden endlich startete, erreichten wir Tonga in der Abendsonne. Angenehm heiße 26 Grad Celsius und eine leichte Brise. Wir passierten den winzigen Airport, bestehend aus einer einzigen Halle und wurden direkt freundlich in Empfang genommen. Anau, die Schwester unserer Host und Gastgeberin Moana und ihre Kinder holten neben uns beiden noch ihren Mann Ryan ab, der im selben Flieger wie wir war. Die drei kleinen Kinder tobten auf den Rücksitzen des Vans herum, während wir staunenden Auges die ersten Eindrücke von Tonga einfingen. Die Insel ist komplett flach und mit vorwiegend Kokosnusspalmen übersät. Bei der 45 minütigen Fahrt fast einmal von der Ostseite der Insel zur Westseite, an der unser Resort liegt, durchfuhren wir viele kleine Dörfer und sahen viele Einheimische an der Straße oder auf Ihren kleinen Grundstücken. In der Luft lag meist ein rauchiger Geruch, da die meisten Tonganer ihre Gartenabfälle verbrennen. Sofort bemerkten wir, die unfassbar vielen Kinder, die überall in kleineren Grüppchen am Straßenrand spielten. Laut Anau bringt eine tonganische Frau durchschnittlich 4 bis 5 Kinder zur Welt. Das seien schon viel weniger als noch in den früheren Zeiten, so unsere Gastgeberin.

Der erste Eindruck unseres Resorts war fantastisch. Eine wirklich schöne Anlage, ursprünglich und einfach wie man sich die Südsee vorstellt. Unser Fale begeisterte uns ebenfalls sofort und der Ausblick von unserer Terrasse ist einfach herrlich. Ich habe noch nie so blau-türkises Wasser gesehen.

Es gab dann direkt Dinner am großen Esstisch gemeinsam mit unseren Gastgebern. Wir waren am Montag die einzigen Gäste. Nun, was kann ich zum Essen sagen…? Es ist einfach mega lecker! Eine super freundliche Küchencrew, bestehend aus dicken tonganischen ‘mamas‘ mit obligatorischem Goldzahn bekochen uns täglich vom köstlichen cheese-vegetables-omelette mit banana pancake am Morgen bis zum reichhaltigen Buffet am Abend, welches immer unter anderem den vom Morgen frisch gefangenen Fisch beinhaltet. Wir beide haben noch nie so leckeren Thunfisch gegessen. Für die Leute hier ist es scheinbar recht normal jederzeit einen ‘Mahi Mahi’ oder ‘gelbflossen Thunfisch’ zu essen.

Unsere Tage verbringen wir hier mit Schnorcheln und am Stand liegen. Wir waren in der ‘city‘ und auf dem Markt. Dienstagabend bestaunten wir den Sonnenuntergang am Strand.

Am Mittwoch machten wir einen Tagesausflug auf eine der kleinen vorgelagerten Inseln. Wir gingen eine Runde um die Insel. Wir trafen einige Einheimische, die dabei waren zu fischen. Bei Ihnen war ein holländischer Typ, der erzählte dass er für einige Wochen auf der Insel hilft eine Fale zu bauen. Er bot uns rohen Fisch zum probieren an, was ich dankend ablehnte, Stina hingegen bewies Mut und genoss das tonganische Sushi. Nach knapp 15 Minuten waren wir wieder am Ausgangspunkt. Ein recht witziges Gefühl. Wir chillten den Tag über am Strand und schnorchelten an einem Schiffswrack, welches direkt am Strand lag.

Der Donnerstag, sollte dann der große Tag werden. Wir buchten die ‘Whale watching’ and ‘swimming with the whales tour’. Kurz und knapp, sonst rege ich mich wieder zu viel auf: In neun Stunden sahen wir keinen Wal und dazu hatten wir ein Boot, welches gefühlt in Schrittgeschwindigkeit gefahren ist…So hatten wir einen ziemlich beschissenen Tag. Naja, erledigt würde ich sagen. Heute verbringen wir einen gammligen Tag im Resort mit Lesen und Schnorcheln. Am Nachmittag sind wir mit zwei Kajaks rausgefahren, während einige der Resortgäste weiter draußen surften. Wir haben auch überlegt zu surfen, es wurde uns allerdings abgeraten als Anfänger unter den Bedingungen rauszugehen. Die Wellen brechen hier ca. 50 Meter vom Strand auf einem Korallenriff, was es recht gefährlich macht im Gegensatz zu Wellen welche am Sandstrand brechen. Ich denke dass wir in Neuseeland sicherlich die Möglichkeit bekommen an einem mehr für Beginner geeigneten Strand zu surfen. Jetzt gerade sitze ich mit einem leckeren kühlen Weißwein auf unserer Terrasse und schreibe diese Zeilen. Nach dem Dinner, was sicherlich wieder dermaßen köstlich sein wird, gehen wir noch mit einem jungen Pärchen, die auch hier residieren zu einem traditionellen ‘Culture Event’ mit Tanz direkt neben unserem Resort am Strand. Langsam bemerke ich wie ich mehr und mehr ankomme in meinem Reisedasein und freue mich schon auf meine Solotour durch die Nordinsel.
Das ‘cultural event’ mit Tanz und Gesang war durchaus interessant wenn auch nicht komplett traditionell wie wir glaubten. Spätestens als ein sog. ‘girl boy’ die Bühne betrat und Christina Aguilera performte, wurde uns bewusst dass es eine recht lockere Veranstaltung war. Auch wenn uns unsere hosts erklärten, dass Schwule und Lesben auf Tonga keinen guten Stand haben und durchaus auch auf offener Straße verprügelt werden.

Am Samstag machten wir eine Island Tour mit unserem netten tonganischen guide namens Vei. Vei war herrlich. Ein dicker und fröhlicher dude, der viele witzige stories erzählte. Er fuhr uns zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Unter anderem den sog. ‘blow holes’, einem längeren Küstenstreifen an dem die Wellen durch kleine Löcher in den Klippen gedrückt wird. Außerdem zeigte er uns eine krasse Höhle, in der man schwimmen konnte.

Hier mein Lieblingsbild bis jetzt. Ich sehe aus wie eine winzige Puppe:))))

Es war eine mega geile Zeit auf Tonga und wir haben so nette Leute kennengelernt, allen voran unsere Hosts, die wir auf jedenfall in unsere Herzen geschlossen haben.

Inzwischen befinde ich mich wieder in Auckland und Stina ist in Christchurch auf der Südinsel. Wir sind heute zurück geflogen. Am Flughafen in Auckland müsste ich diesmal mein Zelt überprüfen lassen. Die Neuseeländer sind sehr genau damit sicherzustellen, dass man keinerlei fremdländische Erde, Samen o.ä. mit sich bringt.Jetzt beginnt unsere getrennte Zeit. Ich fahre morgen Mittag nach Whangarei und werde meinen Wandertrip beginnen. Ich bin aufgeregt und freue mich auf die nächste Zeit.

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3 Gedanken zu “Tonga

  1. Hey ihr zwei. Das sind ja geniale, herrliche Fotos. Lasst es euch so richtig gut gehen. Freu mich dich hier , medial 😀Zu Begleiten 😀👍. Liiiiebe Grüße Melli

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  2. Oh , Janik
    Das hört sich alles sooo unglaublich an.
    Wunderschön!!
    Ich wünsche dir weiterhin viele gute Begegnungen, unglaubliche Landschaften, ganz viel Freude und Frieden in und mit dir!
    Ich hab dich lieb.
    Deine Tante..

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